Darstellungsprobleme im PDF: Dicke und dünne Linien

Druck-PDFs – oder überhaupt PDFs – sollte man am besten immer in Adobe Acrobat (Reader oder Pro) anschauen, vor allem wenn es darum geht, den Inhalt, das Aussehen zu beurteilen. Viele andere PDF-Viewer können PDFs nicht richtig anzeigen denn PDFs können innendrin manchmal sehr komplex aufgebaut sein, für die meisten User überhaupt nicht sichtbar.

Aber auch in Adobe Acrobat kommt es hin und wieder vor, dass etwas nicht so dargestellt wird wie es sollte. Das ist natürlich blöd wenn man z.B. die Freigabe für Druck-PDFs geben soll. Dann ist man sich nicht sicher, ob es sich jetzt um ein Darstellungsfehler oder wirklich um ein Fehler im PDF handelt, der auch auf der Druckplatte landet und mitgedruckt wird.

Linien durch Transparenzreduzierung

Es gibt ja die berühmten weißen Linien im PDF die durch Transparenzreduzierung im Druck-PDF enstehen und in vielen Fachforen vor allem bei Anfängern immer wieder ein Thema ist. Hier ist ein Beispiel:

Diese Linien werden nicht mitgedruckt. Wenn man ins PDF hineinzoomt oder rauszoomt, dann verschwinden diese Linien in der Regel. Sie entstehen an den Kanten wo Transparenzreduzierung statt gefunden hat. Dabei werden überlappende Transparenzen in einzelne Zonen aufgeteilt. Hier sieht man gut, dass der Kreis in Wirklichkeit zerschnitten wurde von InDesign:

Es ist die Option »Smooth line art« in den Programmvorgaben bei »Page Display«, die diese Linien sichtbar macht. Wenn man die Option ausschaltet, verschwinden die Linien:

Unterschiedliche Liniendicke

Es kommt auch manchmal im PDF vor, dass Schriften anders aussehen. Hier ist z.B. ein Fall wo bei den zwei »I« die Striche in Acrobat zu dick dargestellt werden:

Durch Rein- und Rauszoomen ließ sich hier nichts ändern. Aber eine andere Option in den Programmvorgaben ist hierfür verantwortlich. Sie heißt »Enhance Thin Lines«. Wird diese ausgeschaltet, verschwindet das Phänomen. Die Buchstaben werden also definitiv im Druck nicht so dargestellt.

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